Holistischer Content – Was ist das?

Searchmetrics ermittelt jährlich die Top Rankingfaktoren gut gerankter Websites. Ende Juli erschienen nun die Rankingfaktoren 2015 und mit ihnen ein neuer Begriff, der in der Suchmaschinenoptimierung erst noch etabliert werden muss: Holistischer Content.

Nachdem bereits letztes Jahr (2014) Begriffe wie „relevant terms“ und „proof terms“ als Top Rankingfaktoren galten, geht es jetzt noch einen Schritt weiter hin zur Fokussierung auf den Inhalt von Webseiten. Kurz gesagt: Google wird immer intelligenter was die automatische Analyse von Inhalten auf ihre Qualität hin angeht. Während es vor einigen Jahren noch darum ging, im Text einer Seite möglichst oft das Keyword in allen möglichen Varianten unterzubringen (Keyword Stuffing), wird genau dieses Vorgehen heute eher als Spam interpretiert und entsprechend bestraft, auch wenn es noch immer zahlreiche gegenteilige Beispiele gibt.

Der Trend geht jedoch klar dahin, Inhalte so auf ihre Qualität hin zu untersuchen. wie es ein Mensch täte. Das macht es für Webseitentexter einerseits einfacher, da nicht mehr ein Begriff schon beinahe zwanghaft im Inhalt untergebracht werden muss, fordert aber natürlich ganz andere, fast schon journalistische Fähigkeiten. Denn selbstverständlich genügt es nicht, Keywords und Begriffe in irgendwelchen schwachen Phrasen aneinander zu setzen – denn auch dies wird von Suchmaschinen leicht erkannt.

Holistisch bedeutet „das Ganze betreffend“. Holistischer Content bedeutet, dass ein Text, also eine Webseite, nicht nur von einem Keyword handelt, sondern den ganzen Themenbereich, dem dieses Keyword entspringt, abdeckt und behandelt. Für einen guten Text muss zunächst eine umfassende Keyword-Recherche betrieben werden, die durch eine thematische Recherche ergänzt wird. Die Fähigkeit, ein Themengebiet mit all seinen wichtigen Begriffen in einen Text zu fassen, ist jetzt gefragt. Bei der Suche nach weitern, relevanten Begriffen können Tools einen erheblichen Beitrag leisten. So kann z.B. ein WDF*IDF Tool dabei helfen, weitere Begriffe zu finden. Ebenfalls dazu geeignet ist der Keyword-Planer von Google AdWords oder die Anzeige verwandter Suchanfragen.

Über den Inhalt hinaus sollte Text ansprechend (sowohl für User als auch für Suchmaschine) gestaltet werden. Die Verwendung von Überschriften und Zwischenüberschriften, Bildtiteln, Grafiken und internen Verlinkungen macht das Surfen auf einer Seite nicht nur für menschliche Besucher angenehmer, es vermittelt auch einer Suchmaschine eine gewisse Themenkompetenz. Ordentliche Barrierefreiheit gibt es dabei „gratis dazu“.

Fazit: Um holistischen Content zu erzeugen, muss ein Thema möglichst voll und ganz erfasst werden! Zeit für umfassende, thematische Recherchen und gut gestaltete, strukturierte Texte sind das A und O.

Holistischer Content – Was ist das?
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Über Martin Plötz

Martin Plötz hat Medieninformatik und Kommunikationswissenschaften in München studiert und ist seit 2007 in den Bereichen Web-Entwicklung, Online-Marketing und Suchmaschinenoptimierung tätig.

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